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Im Süden Fuerteventuras leben mehr Walkolonien als bisher angenommen


Das Meer der Wale

Schiffe, die Walbeobachtungstouren anbieten, sind in den Küstenurlaubsorten der Inseln heute keine Seltenheit mehr. Längst ist bekannt, dass auf den Kanaren eine sehr reiche Meeresfauna beheimatet ist, zu der auch Vertreter der größten Meeressäuger gehören.

- Fuerteventura -

Experten haben in den Gewässern des Archipels mittlerweile 26 der weltweit 79 katalogisierten Wal-Arten gesichtet.
Mehr als drei Millionen Personen wurden im vergangenen Jahr allein auf Teneriffa auf das Meer hinausgefahren, um die Delphine und Wale zu sehen, die in diesen Gewässern zu Hause sind.
Dass in diesen Gewässern mehr Wale leben als bislang angenommen, hat jetzt eine Untersuchung der Gesellschaft zur Erforschung der Meeressäuger Sociedad para el Estudio de los Cetáceos en el Archipiélago (Secac) aufgezeigt.

Der wissenschaftliche Bericht weist besonders den Süden Fuerteventuras als bevorzugten Wohnort von Walen aus.

„Was wir gesehen haben, ist wirklich erstaunlich. Wir haben in nur zehn Tagen 37 Wale gesichtet, größtenteils Schnabelwale und Pottwale. Und wir waren erstaunt, dass sie sich in Küstennähe aufhalten“, sagt Secac-Präsident Vidal Martín. Aus diesem Grund wird Secac bei der zuständigen Regierungsstelle verstärkte Schutzmaßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen in diesem Gebiet fordern – auch im Hinblick auf die geplanten Ölbohrungen des Konzerns Repsol.
Vidal Martín erklärte, dass im Golf von Mexiko die Mineralölgesellschaften Umweltgutachten nicht nur in der Probebohrungsphase, sondern auch in der Förderphase erstellen lassen. Ein Beispiel, dem nach Ansicht von Secac auch Repsol folgen sollte.

Das wissenschaftliche Team von Secac ist der Meinung, dass verstärkte Schutzmaßnahmen besonders im Gebiet zwischen den Leuchttürmen La Entallada und Jandía notwendig sind, wo sie bei ihren Ausflügen täglich mindestens drei und bis zu zehn Wale sichteten.

Die Studie, die unter dem Namen Zifios 1 lief, bot den teilnehmenden Wissenschaftlern auch das besondere Erlebnis, einen Gervais-Zweizahnwal (Mesoplodon europaeus) aus nächster Nähe zu beobachten. Diese lange Zeit nur von Strandungen bekannte Walart ist äußerst zurückhaltend und daher nur sehr selten zu beobachten.

Des Weiteren war es den Secac-Forschern während der Aktion möglich, 15 Meeressäugern genetisches Datenmaterial zu entnehmen sowie andere zu markieren, um ihre Routen verfolgen und ihre Lebensgewohnheiten besser kennenlernen zu können.

Text © by Wochenblatt S.L. — mit freundlicher Genehmigung



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